A. Lange & Söhne - unser aktuelles Angebot

Zeige 1 bis 1 (von insgesamt 1 Artikeln)

A. Lange & Söhne - Hochwertige Luxusuhren aus Deutschland

Die Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne ist schon seit 1845 für ihre äußerst präzisen Uhren aus edelsten Materialien bekannt. Diese Armbanduhren bekommen Sie in unserem Onlineshop Luxusuhren-Kempf in gebrauchtem und perfekt aufgearbeitetem Zustand. Dort finden Sie Modelle wie die Sax-O-Mat, in der sich die Erfahrungen von mittlerweile vier Generationen begnadeter Uhrmacher widerspiegeln.

Der Gründer Ferdinand Adolph Lange

Ferdinand Adolph Lange, der Gründer der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne, wurde von einer Kaufmannsfamilie großgezogen, nachdem sich seine Eltern getrennt hatten. Diese Familie ermöglichte es ihm, die Technische Bildungsanstalt in Dresden zu besuchen, in der damals vor allem Techniker und Ingenieure ausgebildet wurden. Gleichzeitig ging der damals 15 Jahre junge Ferdinand bei Johann Christian Friedrich Gutkaes, einem renommierten Uhrmachermeister, in die Lehre. Dieser erkannte schnell sein Talent und förderte ihn. Gutkaes Werkstatt wurde später berühmt, denn dort entstand die Fünf-Minuten-Uhr, die ihren Platz in der Semperoper fand. An ihrer Entwicklung war auch Ferdinand A. Lange beteiligt. Diese ganz besondere Uhr mit zwei Walzen, von denen sich eine jede Stunde und die andere alle fünf Minuten weiterdreht, hängt bis heute in der Oper. Ihre Walzen sind mit Ziffern versehen, sodass die Uhrzeit sozusagen digital angezeigt wird.

Ferdinand A. Lange ging nach seiner Ausbildung, die er mit einer Auszeichnung abschloss, auf Wanderschaft, um weitere Erfahrungen zu sammeln und seine Fähigkeiten zu verfeinern. 1837 traf er in Frankreich ein, das damals das Zentrum der Präzisionsuhrmacherei war. Dort arbeitete er bei Joseph Thaddäus Winnerl, einem österreichischen Uhrmacher, als Werkführer und besuchte gleichzeitig die Universität Sorbonne in Paris, an der er Physik und Astronomie studierte. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit allen Fragen, die bei der Zeitmessung eine Rolle spielten. Darüber hinaus skizzierte er in seinem Wanderbuch Uhrenteile und vor allem Zahnräder. Für seine Berechnungen nutzte er das damals noch unübliche metrische System, das von der sächsischen Regierung erst 1858 offiziell eingeführt wurde. Zuvor hatte er wie alle anderen Uhrmacher in Pariser Linien gerechnet, die 2,2558 Millimetern entsprachen. Vermutlich im Jahr 1841 kehrte Lange nach Dresden zurück und heiratete Antonia Gutkaes, die Tochter seines Lehrmeisters und wurde dadurch Teilhaber in dessen Unternehmen. 1842 bekam er seinen Meisterbrief überreicht. Im selben Jahr wurde Gutkaes zum Hofuhrmacher ernannt.

Trotz seines Erfolgs im Betrieb seines Schwiegervaters träumte Ferdinand A. Lange von einer eigenen Uhrenmanufaktur. Ab 1843 bat er die sächsische Regierung deshalb immer wieder um die Erlaubnis, eine Manufaktur im Erzgebirge gründen zu dürfen. Sie wurde ihm 1845 schließlich erteilt. So zog er nach Glashütte, wo er seine Werkstatt am 7. Dezember feierlich eröffnete. Seine Lehrlinge waren jedoch ungeübt, sodass er zunächst mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und sich verschuldete. Er gab jedoch nie auf und leistete in vielen Bereichen sogar Pionierarbeit. Zu seinen größten Erfindungen gehört die Dreiviertelplatine, die es ermöglichte, sämtliche Achsen eines Räderwerks in einem von allen Seiten stabilen Verbund zu lagern. Sie spielt bis heute bei den Luxusuhren von A. Lange & Söhne eine entscheidende Rolle. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einführung der Arbeitsteilung. Lange wies jedem seiner Angestellten eine bestimmte Aufgabe zu und sorgte durch diese Spezialisierung für eine bessere Qualität der einzelnen Teile. Sehr hilfreich für die Uhrmacher waren außerdem Drehstühle, die mit den Füßen angetrieben wurden. Auf ihnen ließen sich aufgrund der Drehbewegung runde Teile wie Scheiben und Stifte präziser bearbeiten.

Ferdinand A. Lange war jedoch nicht nur Geschäftsmann. Er war viele Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister von Glashütte und ließ die zuvor recht arme Stadt aufblühen. Zum Dank wurde er zum Ehrenbürger ernannt und auch eine Stiftung speziell für die Altersversorgung von Uhrmachern wurde nach ihm benannt. Die Erhebung in den Adelsstand durch den König von Sachsen wollte er dagegen aus Bescheidenheit nicht annehmen. Ferdinand A. Lange starb am 3. Dezember 1875 im Alter von 60 Jahren. Nur wenige Tage später hätte er sein 30-jähriges Firmenjubiläum feiern können.

Ferdinands Söhne – Richard und Emil Lange

Nach dem Tod Ferdinand A. Langes übernahmen seine beiden Söhne Richard und Emil den Betrieb. Richard, der ältere, war schon zuvor offiziell zum Teilhaber ernannt worden, sodass die Manufaktur ab 1868 A. Lange & Söhne hieß. Richard und Emil ergänzten sich perfekt, denn während Richard wissenschaftlich sehr begabt war und immer wieder Erfindungen zum Patent anmeldete, war Emil ein ausgezeichneter Kaufmann. Letzterer hatte außerdem ein gutes Gespür für die Trends seiner Zeit. Durch die gute Zusammenarbeit wurde die Manufaktur immer bekannter. Selbst Kaiser Wilhelm II. bestellte bei A. Lange & Söhne eine Uhr, die er dem Sultan des Osmanischen Reichs als Gastgeschenk überreichte. Sie war von beiden Seiten prunkvoll gestaltet und unter anderem mit Brillanten verziert. Ein weiterer prominenter Kunde war König Ludwig II. von Bayern, in dessen Auftrag das Schloss Neuschwanstein erbaut wurde. Er schenkte die von ihm bestellte Uhr einem Opernsänger.

Richards Neffen – Otto, Gerhard und Rudolf Lange

Als im 19. Jahrhundert Forscher zum Südpol und in andere entlegene Regionen aufbrachen und Pioniere die Luft eroberten, wurden präzise und gut ablesbare Uhren immer wichtiger. Speziell für diese Personengruppen entwickelte A. Lange & Söhne deshalb Beobachtungsuhren und Taschenchronometer, die mit einem Kette-Schnecke-Mechanismus ausgestattet waren. Eine weitere wichtige Erfindung war eine neue Spiralen-Legierung mit einem kleinen Anteil Beryllium. Sie wurde 1930 von Richard Lange im Alter von 84 Jahren entwickelt. Zu dieser Zeit war er bereits im Ruhestand, beschäftigte sich jedoch noch immer mit Fragen, wie er die Uhren verbessern könnte. Seine Entdeckung wurde später unter der Bezeichnung Nivarox-Spirale bekannt und findet sich bis heute in den meisten hochwertigen mechanischen Uhren. Zur Zeit ihrer Erfindung und der Anmeldung zum Patent wurde der Betrieb bereits von Otto, Gerhard und Rudolf Lange, den Neffen Richard Langes, geleitet.

Der derzeitige Geschäftsführer – Walter Lange

Auch Rudolfs Sohn, Walter Lange, war vom Uhrmacherhandwerk begeistert. Seine Ausbildung und der Eintritt in das Unternehmen fielen jedoch in die Kriegsjahre. Auf sie folgte die Enteignung, da die Produktionsstätte in der sowjetischen Besatzungszone lag. Walter Lange musste daher bis zum Fall der Mauer warten, um in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten zu können. Er gründete 1990 zusammen mit dem Uhrenmanager Günter Blümlein eine neue Manufaktur und meldete schon zwei Jahre später sein erstes Patent an. Hierbei handelte es sich um das Großdatum, das bis heute ein charakteristisches Merkmal vieler Uhren von A. Lange & Söhne ist. Seine erste große Uhrenkollektion stellte er 1994 der Öffentlichkeit vor. Schon mit ihr wurde der Markenname wieder in aller Welt bekannt. 2001 zog Walter Lange zurück in das Stammhaus in Glashütte. 

Zu den bekanntesten Modellen seit der Neugründung gehört das Tourbillon „Pour le Mérite“, bei dem das Räderwerk über Kette und Schnecke angetrieben wird. Es wurde in den Jahren von 1994 bis 1998 in limitierten Auflagen in Gold und Platin produziert. Diese Armbanduhr, die nach dem höchsten Verdienstorden für wissenschaftliche Leistungen in Deutschland benannt ist, widmete Walter Lange seinem Urgroßvater, der 2015 200 Jahre alt geworden wäre. Im Gedenken an die Angabe 1A, die schon seine Vorgänger für die hochwertigsten Uhren verwendet hatten, entwickelte er außerdem die Lange 1A. Diese edle Uhr wurde mit Anker, Ankerrad, Unruhkloben und Zifferblatt aus massivem Gold bestückt. Die Lange 1A entstand von 1998 bis 1999 in einer limitierten Auflage von 100 Stück. Zum 150. Geburtstag von Emil Lange kam 1999 das Modell 1815 Mondphase auf den Markt. Sie wurde in Rotgold und Platin produziert und besitzt eine Mondphasenanzeige, die so präzise ist, dass sie erst nach mehr als 1000 Jahren korrigiert werden muss. Weitere Modelle in limitierter Auflage waren die Lange 1 Tourbillon, die Langematik, die Große Lange 1 „Luna Mundi“, der Tourbograph „Pour le Mérite“ und die Modelle der Edition „Homage to F. A. Lange“. Mit Letzterer feierte das Unternehmen 2010 die Firmengründung vor 165 Jahren.

Zeitmesser von A. Lange & Söhne – aus edelsten und perfekt verarbeiteten Materialien

Luxusuhren von A. Lange & Söhne sind durch zahlreiche Elemente sehr präzise. Sie besitzen unter anderem eine Schwanenhals-Regulierung, die aus Rückerzeiger, Stellschraube und einer Stahlfeder besteht. Durch sie lässt sich eine Uhr in äußerst feinen Schritten vor- oder nachregulieren. Das Gravieren der Unruhkloben mit einem floralen Muster erfolgt bis heute von Hand. Er trägt daher stets die Handschrift des jeweiligen Graveurs und macht jede Armbanduhr zu einem Unikat. Ein weiteres typisches Merkmal sind die verschraubten Goldchatons. Sie ermöglichten in früheren Zeiten den Austausch von beschädigten Lagersteinen, ohne Bohrungen in den Platinen verändern zu müssen. Heutzutage sind sie aufgrund der genormten Rubine vor allem ein schmückendes und traditionelles Element.

Im Bereich der verwendeten Werkstoffe spielt das naturbelassene Neusilber eine wichtige Rolle. Diese Legierung besteht zum größten Teil aus Kupfer, Zink und Nickel und wird bei A. Lange & Söhne zur Anfertigung von Brücken und Platinen genutzt. Naturbelassenes Silber oxidiert kaum und bildet beim Kontakt mit Sauerstoff eine sehr schöne goldgelbe Patina. Sie wirkt wie eine Schutzschicht und verhindert eine weitere Oxidation. Bei naturbelassenem Neusilber ist eine galvanische Nachbearbeitung daher nicht erforderlich. Eine ebenso gute Korrosionsbeständigkeit besitzen die gebläuten Stahlschrauben. Sie bekommen ihre schimmernde, kornblumenblaue Farbe durch eine langsame Erhitzung auf etwa 300 °C. Durch dieses sogenannte Anlassen bildet sich eine hauchdünne Schicht Magnetit.

Gehäuse, Schließen und Kronen werden bei A. Lange & Söhne aus 18-karätigem Gold oder Platin gefertigt. Für die Zifferblätter verwendet das Unternehmen Email oder Silber und für die Brücken und Platinen meist naturbelassenes Neusilber. All diese edlen Materialien machen die Uhren sehr langlebig und verleihen ihnen gleichzeitig Eleganz. Sämtliche Teile, die einen Einfluss auf die Qualität einer Uhr haben, fertigt A. Lange & Söhne selbst. Hierbei nutzen die Uhrmacher modernste Drahterosions- und Fräsmaschinen sowie ein spezielles optisches Messverfahren, durch das sich die Maßhaltigkeit auf bis zu einen Zehntausendstel Millimeter überprüfen lässt. Der dekorative spiralförmige Sonnenschliff auf den Federhäusern und anderen größeren runden Flächen entsteht, indem das Werkstück entgegengesetzt zur Schleifscheibe gedreht wird. Kleinere Zahnräder werden dagegen auf Schleifpapier gedreht, um sie mit einem regelmäßigen Kreisschliff zu versehen. Eine weitere Verzierung ist die Perlage, die sich unter anderem auf den Innenflächen der Brücken und Platinen findet. Sie entsteht durch das kurze Antippen des Werkstücks mit einem rotierenden Schleifstift. Elemente wie Federn, Wippen und Stahlhebel sind dagegen meist mit einem Strichschliff dekoriert. Diese Verzierung erstellen die Uhrmacher mit einem Schleifpapier, das längs über das Werkstück gezogen wird. Hierbei müssen sie sehr sorgfältig vorgehen, um auch die äußersten Ecken zu erreichen.

Luxusuhren von A. Lange & Söhne gebraucht bei Luxusuhren-Kempf bestellen

Der Prototyp einer neuen Uhr wird bei A. Lange & Söhne stets komplett von Hand hergestellt. Danach folgt eine umfassende Überprüfung sämtlicher Details und der Funktionsfähigkeit des gesamten Mechanismus. Solch eine Prüfung findet auch bei der späteren Produktion statt. Jede Uhr verlässt das Werk daher in einer perfekten Qualität. Sie wird in unserer zertifizierten Werkstatt von hochqualifizierten Uhrmachern wiederhergestellt. Wir beseitigen eventuell vorhandene Gebrauchsspuren, überprüfen alle Funktionen und justieren die Uhren bei Bedarf nach. Danach sind die meisten gebrauchten Luxusuhren von A. Lange & Söhne wieder in einem neuwertigen Zustand.

A. Lange & Söhne